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Der Prozess des Wissens ähnelt einem
Januskopf. Wissen schaut gleichsam mit dem einen Gesicht noch zurück
in Richtung Information, kokettiert aber andererseits bereits mit
der vor ihm liegenden Weisheit.
Wenn ich auf diesen Seiten von Wissen spreche, so ist damit nicht
ein feststehender monolithischer Begriffsblock gemeint. Wissen ist
ein Prozess, der einer lebendiger Entwicklung unterworfen ist.
Ebenso wie man Begriffe wie Leben oder Liebe nicht mit einer festen
Definition „festhalten“ kann, läßt sich auch
das Wissen nicht halten, da es in permanenter Bewegung ist. Wir
können Momentaufnahmen des Wissens machen, erhalten aber nur
„festgefrorene“ Aufnahmen, die Standfotos eines sich
schnell bewegenden Sportlers gleichen.
Wissen ist lebendig, entwickelt sich weiter und
ist schwer definierbar. Die Trennschärfe zur Information einerseits
und Weisheit andererseits ist nicht so klar, wie viele das gerne
hätten. Wissen ist im Fluss, wie der Mensch und das Leben selbst.
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